Noch immerzu können Quelle mit der absicht Geld zocken, obwohl in Deutschland alle Angebote mittlerweile illegal sind. Nach Recherchen von NDR und „SZ“ tun sich die Aufsichtsbehörden schwer, das Verbot durchzusetzen.

Von Philipp Eckstein, Christian Schepsmeier, Jan Lukas Strozyk und Benedikt Strunz, NDR

Werde zum „Glücksritter“ und profitiere von der „offiziellen Glücksspiel-Lizenz“ im Casino „Made in Germany“ – so wirbt ein Online-Casino aktuell im deutschen Fernsehen um Spieler, die bereit sind, richtiges Geld in virtuelle Spielautomaten zu werfen. Dazu bunte Videos, der Slogan „Legal. Sicher. Fair“ und das Wappen von seiten Schleswig-Holstein. Allein: Das hier beschriebene Spielcasino hat, ebenso als alle anderen Online-Casinos, keine gültige lokale Lizenz. Online-Glücksspiel ist echt in Deutschland illegal.

Solange bis vor wenigen Wochen konnten sich etliche Anbieter noch herauf eine Sonderregelung zitieren, die das Gebiet Schleswig-Holstein möglich getroffen hatte. Glücksspielregulierung ist echt Ländersache, und vom Streit um allen Umgang mit Internet-Angeboten hatte das Bundesland 2012 kurzfristig den Sonderweg eingeschlagen ferner einige Anbieter via befristeten Lizenzen ausgestattet.

Obwohl die nur zu gunsten von Schleswig-Holstein gültig artikel, nutzten zahlreiche Versorger sie als Türöffner, um ihre Marken bundesweit in Fernseh- und Zeitungswerbung zu platzieren und demnach auch Spieler außerhalb von Schleswig-Holstein anzulocken.

Behörden scheuen Rechtsstreit

Die letzten dieser Lizenzen sind jetzt ausgelaufen. Bundesweit können Spieler doch weiterhin in Online-Casinos um Geld zocken, auch bei großen Anbietern wie Bwin oder Tipico. Dasjenige zeigen Stichproben von seiten NDR und „Süddeutscher Zeitung“. Die Casino-Anbieter sehen sich im Recht: Sie bestimmen in der Bestimmung Lizenzen aus Malta, Gibraltar oder vonseiten der Isle of Man und zitieren sich darauf, in der gesamten EISENBAHNUNTERNEHMEN ihre Spiele in aussicht stellen zu dürfen.

Auf Frage legen sowohl Tipico als auch Bwin dar, dass aus ihrer Sicht das Verbot in Europa nicht gültig ist natürlich, weil es kontra das Europarecht verstößt. Genau das hingegen hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Herbst 2017 geprüft und ausgeräumt. Die Casinos ließen sich davon bislang in keiner weise beirren – wohl auch, weil die Aufsichtsbehörden kaum Verbote durchsetzen. Sie würden einen Rechtsstreit via den Anbietern scheuen, berichten Behörden-Mitarbeiter, die mit den Vorgängen befasst sind.

Verbot sieht man nicht durchgesetzt

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, warnt in Anbetracht der Entwicklung bevor den gesellschaftlichen Folgen. Online-Casino-Spiele seien „besonders riskant, denn dank Smartphone kann der spieler nicht nur an festen Orten, sondern immer und überall spielen“, sagt die CSU-Politikerin NDR und „SZ“. Aus der Suchtforschung wisse jemand, dass eine sehr hohe Verfügbarkeit und Anonymität besonders riskant seien.

Mortler sieht ein Versagen bei den Aufsichtsbehörden. „Ich kann im Moment nicht erkennen, falls das Verbot des Onlinespiels im Netz irgendwo durchgesetzt würde“, sagt sie. „So eine Blöße darf sich ein Rechtsstaat nicht leisten, zuerst Recht nicht, wenn es um allen Schutz von Suchtkranken und von Jugendlichen geht. “

Branche erlöst Milliarden

Der Markt zu gunsten von handy casinos auf deutschland wächst in Deutschland seit Jahren. Laut eines Reports der Glücksspielaufsichten jener Länder über das Jahr 2017, der im vergangenen November erschien, soll dieses im Netz wichtige als 730 Casino-Angebote geben, die mit der absicht deutsche Spieler buhlen. Der Bruttospielertrag sei im Vergleich abgeschlossen 2016 um 36 Prozent auf 1, 76 Milliarden Euro gestiegen.

Welche juristischen Winkelzüge die Anbieter zum Teil nutzen, zeigt das Beispiel der Onlinecasino Deutschland AG. Die Firma qua Sitz im sächsischen Bautzen betrieb via einer Lizenz taktlos Schleswig-Holstein die S. „OnlineCasino. de“. Anmeldet man sich von seiten einem anderen Land aus, wird jemand auf die gleich aussehende Seite „OnlineCasino-eu. com“ geleitet. An diesem ort kann man danach um echtes Bargeld spielen, egal wo man sich befindet.

Selbige Seite wiederum betreibt eine Firma qua Sitz auf Malta, zu der die Onlinecasino Deutschland AG nach eigener Aussage keine „gesellschaftsrechtliche“ Verbindung aufweist. Die Fragestellung, inwiefern die Betreiber der beiden Websites identisch sind oder aber untereinander an welchen Geschäften des jeweils anderen verdienen, blieb unbeantwortet.

Trotz fehlender Lizenz wird weiter geworben

Nunmehr ist auch für Schleswig-Holsteiner das Angebot illegal. Denn die Lizenz lief vor einigen Wochen aus. „OnlineCasino. de“ ist echt jedoch weiterhin vom Netz. Außerdem wirbt der Anbieter bis heute immer im ganzen Land, etwa herauf dem Fernsehkanal DMAX.

Spätestens an dieser Hülle müsste die Sicherheitsdienst in Schleswig-Holstein einschreiten. Da die Lizenz für die Onlinecasino Deutschland AG abgelaufen ist, müsste die Seite den Betrieb einrichten. Auch Fernsehspots müssten unterbunden werden. Reklame für nicht genehmigte Glücksspielangebote ist mit Deutschland verboten.

Im Innenministerium in Schleswig-Holstein heißt es, man werde den Sachverhalt akkumulieren. Der Anbieter sagt, der wissenschaftler habe eine Verlängerung seiner Lizenz beantragt.

Behörden könnten auch Zahlungen unterbinden

Neben der Durchsetzung der Verbote nicht-lizenzierter Angebote haben die Länder eigentlich ein zweites Mittel vom Kampf gegen illegales Glücksspiel: die Unterbindung von Zahlungsströmen.

Zuständig dafür ist Niedersachsen. An diesem ort tut man einander allerdings schwer, kontra die Firmen vorzugehen. Eine Vollstreckung scheitere „überwiegend daran, falls sich die Glücksspielanbieter bewusst in Staaten niederlassen (insbesondere Malta und Gibraltar), die sich mangels völkerrechtlicher Übereinkommen einer Exekution deutschen Rechts entziehen“, sagte ein Redner.

In den Stichproben bestizen Reporter von NDR und „SZ“ Gelder jedoch einfach unter einsatz von Banküberweisung auf deutsche Konten eingezahlt, beziehungsweise sich von deutschen Konten Gewinne abgeben lassen. Die Wirecard-Bank etwa führt das Konto für Tipico, in dem die Gewinne aus illegalen Casino-Spielen geleitet werden, die Deutsche Handelsbank verwaltet Gelder eines Zahlungsdienstleisters von Bwin.

Beide Institute könnten sich somit der Beihilfe zu ihrem illegalen Glücksspiel schuldig machen. Sobald sie Gewinne aus illegalem Glücksspiel auszahlen, könnten sie gegen Geldwäscheregularien verstoßen, sagen Tester.

Banken wollen Vorgang prüfen

Aus dem niedersächsischen Innenministerium heißt es hinzu, man habe die erhebliche Zahl vonseiten Zahlungsunterbindungen zu erfassen, wolle sich abgeschlossen einzelnen Anbietern , alternativ Banken aber in keiner weise äußern. Die Banken erklärten, sich zu konkreten Kundenbeziehungen nicht äußern zu ausstellen.

Wirecard teilte zudem qua, man werde welchen Vorgang prüfen des weiteren „gegebenenfalls sofort reagieren“. Insgesamt nehme dies Unternehmen „seine gesetzlichen Verpflichtungen sehr ernst“. Die Deutsche Handelsbank schreibt, ihre Geldwäschepräventionsmaßnahmen und ihr Meldeverhalten entsprächen den gesetzlichen Anforderungen.